25.08.2010

Strukturmodelle des Verteidigungsministeriums im Überblick

Die im Auftrag von Ver­teidigungs­minister Gutten­berg ent­wickelten und am 23. August 2010 von ihm gegenüber der Öffentlich­keit nur allgemein dargestellten Struktur­modelle werden einen Tag später auf faz.net über­blicks­artig vor­gestellt.

Nach Angaben des Ver­teidigungs­ministeriums hat die Bundes­wehr gegen­wärtig einen Personal­umfang von rund 250.000 Soldaten. Von ihnen sind 188.686 Berufs- und Zeit­soldaten, 31.154 Grund­wehr­dienst­leistende und 25.090 "Frei­willig länger Wehr­dienst­leistende". Letztere seinen "faktisch Zeit­soldaten mit kurzer Dienst­zeit", die "aber rechtlich auf der Grundlage des Wehr­pflichtgesetzes dienen", kommentiert faz.net.

Das Modell eins sehe einen Gesamt­umfang von 205.000 Soldaten vor. Der Umfang an Berufs- und Zeit­soldaten wird in diesem Modell in zwei Schritten bis 2012 auf 155.000 reduziert. Zusätzlich sind 25.000 Stellen für frei­willig länger dienende Wehr­dienst­leistende sowie 25.000 Stellen für Wehr­pflichtige, die einen sechs­monatigen Dienst zu leisten hätten, vor­gesehen.

In den Modellen zwei und drei würde die Bundes­wehr aus­schließlich aus Berufs- und Zeit­soldaten bestehen. Während das Modell zwei bis 2013 einen Umfang von 150.000 Soldaten vorsehe, erfolge im Modell drei das "Abschmelzen in sechs Schritten bis 2016 auf 156.000 Berufs- und Zeit­soldaten."

Im vom Ver­teidigungs­minister favorisierten Modell vier würde das Modell 3 um eine Frei­willigen­komponente von 7.500 Kurz­dienern ergänzen. Gutten­berg habe "deutlich gemacht, dass er sich auch vorstellen könne, diese Komponente auf bis zu 15.000 aufzustocken".

Das Modell fünf kommt der der­zeitigen Struktur am nächsten. Der Gesamt­umfang von 210.000 Soldaten setze sich aus 180.000 Berufs- und Zeit­soldaten plus 30.000 Grund­wehr­dienst­leistende zusammen. Aller­dings, so faz.net, kursiere "die Bewertung, dieser Ansatz wäre um zwei Milliarden Euro teurer als Modell 4".

Die ab­schließende Ausplanung der Modelle solle in den kommenden Wochen vorliegen. Laut faz.net seien nur für das Modell 4 konkrete Zahlen "im Umlauf". "Demnach stünden (abzüglich rund 20.000 Soldaten auf Schul- und Aus­bildungs­stellen) rund 135.000 Zeit- und Berufs­soldaten für Einsätze zur Verfügung: rund 54.500 im Heer, 34.500 in der Streit­kräfte­basis, 20.500 in der Luftwaffe, 12.500 im Sanitäts­dienst, 11.500 in der Marine." Dem Heer blieben "vier Panzer­grenadier­bataillone, ein Fallschirm­jäger- und ein Jäger­regiment sowie sechs Jäger­bataillone, ferner zwei Panzer­bataillone und zwei Panzer­artillerie­bataillone."

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Kategorie:  Auftrag und Struktur
Stichwörter:  Berufs-/Zeitsoldaten, BMVg, Rekrutierung, Wehrdienst
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