30.06.2010
Vorwärtsverteidigung für Interessen
Das Verteidigungsministerium veröffentlicht am 30. Juni 2010 "Leitlinien zur Ausplanung der neuen Bundeswehr". An ihnen orientieren sich "die konzeptionellen Untersuchungen", die zu einer "grundlegenden Reform" der Bundeswehr führen sollen, teilt das Ministerium mit. Die Bundeswehr müsse in ihrer Gesamtheit auf "Einsätze" orientiert werden.
Zu "Risiken und Herausforderungen" zählt das Verteidigungsministerium "nicht-staatliche Akteure", "eine steigende Zahl Akteure, von denen eine Mischung traditioneller und asymmetrischer Risiken ausgeht", die "nicht geografisch" einzuschränken seien sowie Staaten, "die über wachsendes politisches und ökonomisches Gewicht" verfügen und "unsere Werte, Normen und Interessen herausfordern".
Nach dem Verständnis des Verteidigungsministeriums erfordere die Nato-Bündnisverteidigung "den Einsatz von Kräften außerhalb der Außengrenzen der Nato. Die hierfür vorgehaltenen Kräfte müssen über strategische Distanz verlegbar (…) sein." Denkbar seien "begrenzte Krisen und Konflikte an der Peripherie des Bündnisses". Strukturbestimmend und "die wahrscheinlichste Einsatzform" seien "Operationen im Rahmen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung einschließlich des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus".
"Zentrales Handlungsfeld der anstehenden Untersuchungen" sei die Frage der Wehrform. "Sie umfassen Auswirkungen, Vor- und Nachteile verschiedener Handlungsoptionen von der Beibehaltung des derzeitigen Grundwehrdienstes über Möglichkeiten eines freiwilligen Wehrdienstes bis hin zur Aussetzung des Grundwehrdienstes."
- bmvg.de: Leitlinien zur Ausplanung der neuen Bundeswehr, Version vom 30.06.2010, abgerufen am 30.06.2010 unter http://www.bmvg.de, dort unter Ministerium.
- Bundesministerium der Verteidigung: Leitlinien zur Ausplanung der neuen Bundeswehr, 30.09.2010.
| Kategorie: | Auftrag und Struktur |
|---|---|
| Stichwörter: | Auslandseinsatz, BMVg, Rekrutierung, Wehrdienst |
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