19.01.2012

Operative Einsätze in Afghanistan nach 2014 eher nicht oder doch

Am 18. Januar 2012 wollen Abgeordnete in der Frage­stunde im Bundestag wissen, ob und mit welchem Auftrag Kampf­truppen der Bundes­wehr, ins­besondere das Kommando Spezial­kräfte, nach 2014 in Afghanistan eingesetzt werden sollen. Der antwortende Parlamen­tarische Staats­sekretär beim Ver­teidigungs­ministerium weist daraufhin, dass der Einsatz der inter­nationalen Kampf­truppen im Rahmen von Isaf Ende 2014 abgeschlossen sein soll. Dabei sei die Begrifflich­keit "Kampf­truppen" aber kein Terminus technicus.

Vielmehr sei die Unter­scheidung zwischen Kampf- und Nicht­kampf­truppen "mit Blick auf die Zeit nach 2014 und auch bereits jetzt (...) sehr kompliziert und herausfordernd". Die Soldaten der Bundes­wehr, "die in Afghanistan im Einsatz sind, sind grund­sätzlich alle bewaffnet, sei es zum Selbst­schutz oder für operative Einsätze, auch im Gefecht und in der Bekämpfung von Gegnern. Die politische Unter­scheidung (...) bezieht sich darauf, dass Aus­bildung, und nicht eigen­ständige militä­rische Operationen im Vordergrund" stünden. Die Perspektive liege "für die Zeit nach 2014 und bis dahin zu einem wachsenden Anteil eher nicht in operativen Militär­einsätzen – sprich: Kämpfen – der vor­gesehenen Kräfte, sondern geht immer mehr hin zur Aus­bildung."

Quelle:
  • Bundestag: Plenarprotokoll der 151. Sitzung vom 18. Januar 2012, S. 18094-18096.
Kategorie:  Einsätze Ausland
Stichwörter:  Afghanistan, Auslandseinsatz, BMVg, Bundestag, Spezialkräfte
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