07.07.2011
Forum der Seeoffiziere sieht in Soldatinnen Schlagkraft gefährdet
In einem Beitrag der Bundeswehr nahen Zeitschrift "Marineforum" der Marine-Offiziers-Vereinigung wird den weiblichen Soldaten vorgehalten, die Schlagkraft der Bundeswehr zu schwächen. Financial Times Deutschland (FTD) zitiert am 7. Juli 2011 aus dem Beitrag von Erik Lehnert: "Mit Blick auf die Tatsache, dass Kampf und Krieg ein gewisses Maß an Aggression erfordert, sind die meisten Frauen in dieser Hinsicht denkbar ungünstig ausgestattet", und "die 'weltfremde Ideologie' der Gleichberechtigung sei schuld, unter der 'nicht nur die einzelnen Frauen zu leiden (haben), sondern auch die Bundeswehr insgesamt, die durch 'Zivilisierung' nach und nach ihre Schlagkraft verliert".
Für Lehnert sei deshalb nicht mangelnde Dienstaufsicht und Fehlverhalten von Vorgesetzten für den Tod einer Marinesoldatin auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" verantwortlich, sondern sie sei Konsequenz der Öffnung der Bundeswehr für Frauen.
Nach FTD-Angaben ist Lehnert "Geschäftsführer des Instituts für Staatspolitik (IfS), das politisch zwischen Union und Neonazis steht und schon in Verfassungsschutzberichten auftauchte" und er gelte "als einer der Chefideologen der Neuen Rechten".
- ftd.de: Bundeswehr: Soldatinnen fallen leichter , Version vom 07.07.2011, 10:39 Uhr, abgerufen am 07.07.2011 unter http://www.ftd.de/politik/deutschland/:bundeswehr-soldatinnen-fallen-leichter/60075426.html
| Kategorie: | Innenansichten |
|---|---|
| Stichwörter: | Berufs-/Zeitsoldaten, Feindbild, Innere Führung, rechts |
↵ Zurück
