24.01.2012
Hetzjagd auf Migranten offenbar nur ein Propagandadelikt
Nach Recherchen der tageszeitung (taz) ist ein Wehrpflichtiger im April 2011 mutmaßlich an einer Hetzjagd von Rechtsextremisten auf Migranten beteiligt gewesen. Der 23-jährige Soldat sei in U-Haft genommen worden und habe seinen Wehrdienst regulär Ende Juni 2011 beendet. Noch wenige Stunden vor der Veröffentlichung des taz-Artikels am 24. Januar 2012 hat der Wehrbeauftragte seinen Jahresbericht vorgelegt, in dem festgestellt wird, dass es 2011 ausschließlich rechtsextremistische "Propagandadelikte" in der Bundeswehr gegeben habe.
Wie die taz schreibt, hat der Wehrbeauftragte bei der Vorstellung seines Berichts "erwähnt, dass neben 63 'besonderen Vorkommnissen', die in Bezug auf Rechtsextremismus in der Bundeswehr im Jahr 2011 gemeldet wurden, auch zwei schwerere Fälle untersucht werden." In diesen beiden Fällen sei Gewalt im Spiel gewesen. Gegenüber der taz habe sein Büro später bestätigt, dass einer der beiden Fälle der von der taz recherchierte Vorfall in Winterbach bei Stuttgart ist.
- taz.de: Wehrpflichtiger an Hetzjagd beteiligt, Version vom 24.01.2012, abgerufen am 24.01.2012 unter http://taz.de/Brandanschlag-auf-Migranten-in-Winterbach/!86279/
| Kategorie: | Innenansichten |
|---|---|
| Stichwörter: | rechts, Straftat, Verletzte, Vorkommnis, Wehrbeauftragter, Wehrdienst, Übergriff |
↵ Zurück
