07.07.2011 / Update: 18.07.2011

Marine will "Gorch Fock" mit reformierter Ausbildung behalten

Die Marine hält an ihrem Segel­schul­schiff "Gorch Fock" zur Aus­bildung ihres Nach­wuchses fest. In einem Marine-Unter­suchungs­bericht nach dem tödlichen Sturz einer Soldatin aus der Takelage werde der letzten Schiffs­führung unter dem Kommandanten Schatz "recht deutlich 'Fehl­verhalten' und 'Unter­lassungen' bei der Kontrolle der Segel­ausbildung vor­geworfen", berichtet Spiegel online am 6. Juli 2011. Dies solle nach einer "Über­arbeitung des Lehr- und Sicher­heits­programms" abgestellt werden. Zu den Maßnahmen zähle auch, das Aufentern in die Segel an einem Trainings­nachbau vorbereitend zu üben.

Am 15. Juli 2011 über­reicht die "Pommerin-Kommission" ihren Abschluss­bericht zur "Aus­gestaltung der see­männischen Basis­ausbildung" in der Marine. Der Bericht enthält "eine Reihe von konkreten Forder­ungen, so etwa im Bereich der Sicherung an Bord und in der Takelage, zur Ver­längerung von Vorsegel­ausbildung und Aus­bildungs­zeit an Bord, zur Erhöhung der körperlichen Fitness der Offizier­anwärter sowie Fragen der Auswahl und Aus­bildung der Stamm­besatzung. Einstimmig empfiehlt die Kommission die Fort­setzung der see­männischen Basis­ausbildung auf dem Segel­schul­schiff Gorch Fock auf der Grundlage ihrer Forder­ungen."

Auf Grundlage dieses Berichts sowie der Berichte der Staats­anwalt­schaft Kiel, der Havarie­kommission der Marine und des Amtschefs des Marine­amtes entscheidet Ver­teidigungs­minister de Maizière noch am selben Tag, "dass die Gorch Fock ihren Auftrag als Ausbildungs­schiff der Marine fort­setzen wird. Ab wann und mit welchen Veränderungen dies geschehen wird, legt der General­inspekteur zusammen mit der Marine­führung fest. Hierzu ist es zunächst notwendig, den vor­liegenden Bericht weiter auszuwerten und mit den internen Über­legungen zur zukünftigen see­männischen Aus­bildung abzugleichen."

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Kategorie:  Innenansichten
Stichwörter:  Ausbildung, Innere Führung, Vorkommnis
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