25.01.2012
Bundeswehroffiziere berichten an Uni über Aufstandsbekämpfung
Der AStA der Universität Trier hat sich gegen eine Veranstaltung zweier Majore der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr ausgesprochen, die über ihre Erfahrungen aus den Kampfeinsätzen der deutschen Truppen in Afghanistan berichten wollen. Die Veranstaltung am 25. Januar 2012 finde im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Juniorprofessur Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen statt, mitorganisiert sei sie vom Clausewitz Netzwerk für Strategische Studien und dem Reservistenverband der Bundeswehr.
In einer Mitteilung zur Veranstaltung werde darauf verwiesen, dass die beiden Referenten von 2009 bis 2011 "als Kompaniechefs im Gefechtsraum Kunduz im Einsatz" und "mehrfach an direkten Kampfhandlungen" beteiligt waren. Anhand ihrer "persönliche Erfahrungen im Kontext der Aufstandsbekämpfung" würden sie über "Stärken und Schwächen des Kampfeinsatzes der Bundeswehr" berichten.
In einer Mitteilung wendet sich der AStA "entschieden gegen die zunehmende Präsenz militaristischer Inhalte" an ihrer Universität. Die Veranstaltung sei "Teil einer Entwicklung, Kriege als legitimes Mittel deutscher Politik darzustellen und nur noch in Bezug auf die Effektivität ihrer Durchführung zu untersuchen", "die Frage nach dem Sinn" würde nicht mehr gestellt.
- uni-trier.de: Die Uni ist kein Platz für Kriegspropaganda! Pressemitteilung des AStA der Karl-Marx-Universität Trier vom 24.01.2012, abgerufen am 25.01.2012 unter http://www.uni-trier.de/index.php?id=21689&tx_ttnews[tt_news]=13005&tx_ttnews[backPid]=13691
| Kategorie: | Militarisierung |
|---|---|
| Stichwörter: | Auslandseinsatz, Lobbyismus, Protest, Werbung, zivil-militärisch |
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