27.01.2012

Für Sportsoldaten ist kein Hubschraubereinsatz zu teuer

Die Augsburger Allgemeine (online) berichtet, dass zwei Sport­soldaten am 26. Januar 2012 für "ein einstündiges Aufwärm­training vor dem offiziellen Weltcup-Training" von Garmisch ins Allgäu geflogen wurden. Hubschrauber und Besatzung seien vom Luft­trans­port­geschwader 61 in Penzing gestellt worden. Die Kosten lägen im Dunkeln. Diesen Ski­läufern stünde bis zum 29. Januar 2012 jeden Tag ein Hubschrauber für diese Zwecke zur Verfügung.

Der Leiter der Sport­förder­gruppe der Bundes­wehr in Sonthofen habe den Hub­schrauber­einsatz damit begründet, dass die Sport­soldaten im Allgäu "angemessen und ziel­orientiert trainieren" könnten. Eine "über­geordnete Dienst­stelle in Bonn" habe auf sein Betreiben die Genehmigung erteilt. Nicht nur gehöre es zum Auftrag der Bundes­wehr, "den Spitzen­sport zu fördern", sondern den Piloten würde damit auch geholfen, Flug­stunden zu absolvieren.

Die Flüge hätten hin und zurück insgesamt nur 40 Minuten gedauert, mit dem Auto hätte man statt­dessen drei Stunden benötigt. Ein Bundes­wehr­sprecher habe bestätigt, dass in der Ver­gangen­heit bereits Lang­läufer und Biathleten "den Service in Anspruch genommen" hätten.

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Kategorie:  Militarisierung
Stichwörter:  Haushalt, zivil-militärisch
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