24.01.2012

Schwere Infanteriewaffe für die Aufstandsbekämpfung

In der vom Bundes­ministerium der Ver­teidigung heraus­gegebene Wochen­zeitung Bundes­wehr aktuell vom 23. Januar 2012 wird über die Beschaffung eines Hand­waffen­systems des Typs "Recoilless Grenade Weapon 90 Millimeter - Anti Structure" (RGW 90-AS) berichtet. Von der vom Unter­nehmen Dynamit Nobel Defence GmbH (DND) aus Burbach hergestellten "Schulter­waffe" werde die Bundes­wehr 950 Stück beschaffen. Sie sei "rück­stoß­arm" und könne auch aus Gebäuden heraus gegen "harte Struktur­ziele" wie Wände aus Beton, Ziegeln oder Lehm abgefeuert werden.

Im April 2012 sollen den "Einsatz­kräften" bereits 100 solcher Waffen zur Verfügung stehen, die "auf ein urbanes Ziel­spektrum" einstellbar und "für den Kampf im bebauten Gelände optimiert" wären. Die Waffe verfüge über die Möglich­keit, entweder im "Mousehole-Modus" eine große Öffnung in eine Wand zu sprengen oder aber im "Blast-Modus" das ganze Gebäude zu zerstören. Für den Einsatz in Afghanistan vor­gesehene Soldaten hätten bereits die Waffe im scharfen Schuss testen können.

Die Beschaffung der Waffe sei "im Rahmen des Einsatz­bedingten Sofort­bedarfs" erfolgt. In einem Beitrag auf Hardthöhenkurier online wird hervor­gehoben, dass es sich um ein "Einweg­system" handele, das den Soldaten "im Gefecht vom weiteren Transport des Abschuss­gerätes sowie von einem erneuten Lade­vorgang" befreie. Die Waffe eigne sich "besonders für Spezial­kräfte und die Infanterie, die in einem Ort- oder Häuser­kampf operieren muss."

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Kategorie:  Rüstung
Stichwörter:  Afghanistan, Auslandseinsatz, Rüstungsprojekte, Spezialkräfte
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